Das heutige Industriedenkmal Eulenburg war ursprünglich eine bedeutende Textilfabrik. Der Grundstein wurde 1832 von Ludewig Greve und Eduard Uhl gelegt (altdeutsch: Eule, der Ursprung des Eulenburger Wahrzeichens). Die Wollwarenfabrik Greve & Uhl wurde mit eigener Schutzmarke weltweit bekannt als das Stammhaus der Kamelhaardecken. Aus Sicht der Denkmalpflege stellt der gesamte Komplex ein wichtiges (bau-)geschichtliches Zeugnis der Textilindustrie dar.
Die Eulenburg wird aufgrund der langen Firmengeschichte und der nahezu komplett erhaltenen Bauten als eines der herausragenden deutschen Industriedenkmäler eingeschätzt.
Seit den 1960er Jahren vermietet die im Jahre 1827 gegründete Firma Greve & Uhl Wohnungen und Räume. Das 2008 entstandene Bowlingcenter Eulenburg befindet sich in der alten Weberei, die Töpferei Serfati hat ihren Sitz im Torhaus der ehemaligen Textilfabrik, Werk-statt-Schule e.V. und Eulenburg Naturquell bezogen Räume im Haupthaus. Die ehemaligen Fabrikhallen werden auch für einzelne Veranstaltungen vermietet. Der historische Wassergraben treibt eine Turbine an, die mit bis zu 25 kWh den 1964 gegründeten Campingplatz Eulenburg mit umweltfreundlich erzeugtem Strom versorgt.